Was ist Schamanismus?
Schamanismus ist die älteste überlieferte Form der Seelenheilung. Zentrale Figuren des Schamanismus sind die Schamanen. Der Schamane versetzt sich mit Hilfsmitteln wie Trommel, Rassel etc. in einen Zustand der Trance, um sozusagen hinter den Schleier der alltäglichen Wirklichkeit zu blicken. Er erfährt auf seiner Reise Dinge, die dem alltäglichen Bewusstseinszustand verborgen bleiben. Schamanen sind im eigentlichen Sinne Geistheiler. Die Bilder und Informationen, die der Schamane auf seiner Geistreise in der „Welt der Geister“ (im Core-Schamanismus „Nichtalltägliche Wirklichkeit“ genannt) erhält, und die aktive Mithilfe seiner Geisthelfer verhelfen ihm beispielsweise Krankheiten zu heilen und Blockaden aufzulösen und dem Klienten weiter zu geben, was es seinerseits zu beherzigen gilt, damit Heilung geschehen kann.
Die Grundlage des Schamanismus ist ein ganzheitliches, naturverbundenes Denken. Die schamanische Philosophie geht davon aus, dass alles, was existiert, miteinander verbunden ist und in steter Wechselwirkung zueinander steht. Ist die Seele aus dem Gleichgewicht geraten, bildet dieses Ungleichgewicht den Boden für die entsprechenden Krankheiten. Es gilt das Gleichgewicht der Seele wiederherzustellen, indem der Schamane auf seinen Reisen die auslösenden Faktoren für dieses Ungleichgewicht findet. Der Schamanismus ist durchaus als alternative oder ganzheitliche Heilmethode zu verstehen.
Geistiges Heilen dient der Aktivierung der Selbstheilungskräfte und ersetzt nicht die Diagnose oder Behandlung beim Arzt/Heilpraktiker.
